Schlagwort: innere Unruhe

  • Mini-Auszeit: Finde Ruhe mit der Nierenatmung

    Mini-Auszeit: Finde Ruhe mit der Nierenatmung

    Kennst du diese Tage, an denen die Gedanken rasen, das Herz wie wild schlägt und der Körper einfach nicht zur Ruhe kommt? Gerade wenn sich emotional und hormonell viel verändert, tut eine kleine Pause unheimlich gut. Eine meiner absoluten Lieblingsübungen dafür ist die Nierenatmung.

    Sie beruhigt dein Nervensystem, entspannt den unteren Rücken und stärkt deine Nierenenergie (in der TCM auch Jing genannt). Deine Nierenenergie ist das Fundament für deine Vitalität und Lebensenergie – gleichzeitig schenkt sie dir tiefe innere Gelassenheit und macht dich im Alltag spürbar resilienter.

    Nimm dir einfach ein paar Minuten Zeit, mach es dir gemütlich und probiere es direkt aus:

    Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Lege deine Hände entspannt auf den Bauch, schließe sanft die Augen und atme ganz weich durch die Nase ein und aus. Lass deinen Atem nun Schritt für Schritt weiterwandern:

    • In den Bauch: Atme für mehrere Atemzüge tief und gleichzeitig sanft in deinen Bauch hinein. Spüre, wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt.
    • In die Flanken: Wandere mit deiner Aufmerksamkeit weiter nach außen. Lass den Atem für einige Züge in deine Körperseiten fließen.
    • In den unteren Rücken: Lenke den Atem nun nach hinten. Schicke die Luft ganz bewusst in den unteren Rücken, um dort Raum und Weite zu schaffen.
    • In deine Nieren: Lass den Atem schließlich in deine Nieren fließen. Stell dir vor, wie sie sich mit jeder Einatmung sanft ausdehnen und mit der Ausatmung wieder entspannt kleiner werden.

    Mein Tipp für dich: Du kannst deine Hände im Alltag einfach immer genau auf den Bereich legen, in den du gerade hineinfatmen möchtest. Das hilft deinem Körper, den Atem leichter zu spüren und den Fokus dorthin zu lenken.



    Warum dir diese Übung so gut tut

    Schon nach wenigen Minuten wirst du merken, wie sich etwas verändert. Diese einfache Atemübung schenkt dir sofort wohlige Wärme, tiefe Ruhe und ein Gefühl von innerer Sicherheit. Ein perfekter Anker für jeden Tag!

    Viel Freude und Entspannung von Herzen.

    Yve


    P.S. Eine weitere einfache Atemübung findest du hier.


    Foto: Karola G./Pexels

  • Heilströmen bei Ängsten

    Heilströmen bei Ängsten

    In Phasen, in denen dich Ängste oder innere Unruhe überwältigen, kannst du dich mit dem Halten deines Zeigefingers ganz einfach selbst unterstützen. Es ist eine kleine, unkomplizierte Übung mit großer Wirkung für dein emotionales Wohlbefinden.

    Im japanischen Heilströmen steht der Zeigefinger in direkter Verbindung zu Emotionen wie Angst, Unruhe und Unsicherheit.

    Anleitung

    Umschließe hierfür einfach deinen linken Zeigefinger locker mit der rechten Hand und verweile ohne Druck in dieser Position, bis du ein sanftes Pulsieren spürst oder merkst, wie dein Atem tiefer und ruhiger fließt. Ströme mehrere Minuten in Stille und wiederhole gerne mehrmals täglich.

    Diese einfache Übung signalisiert deinem Nervensystem Sicherheit, unterstützt das Loslassen von tiefsitzenden Spannungen und fördert ein Gefühl von tiefem Vertrauen und innerer Stabilität im Alltag.

    Möchtest du es gleich testen?

    Eine weitere Übung aus dem Heilströmen findest du hier.

    Herzliche Grüße,

    Yve

  • Eine Atemübung für zwischendurch

    Eine Atemübung für zwischendurch

    Folgende Übung kann ich dir, aus langjähriger Erfahrung, ganz besonders ans Herz legen.

    Plane für die Atemübung gerne etwas mehr Zeit ein und gönne dir damit eine kleine Auszeit vom Alltag.

    Finde deinen Sitz, auf einem Meditationskissen, dem Boden oder einem Stuhl. Sitze dabei aufrecht und entspanne deine Schultern. Wenn du möchtest, kannst du deine Augen schließen. Natürlich kannst du die Atemübung auch im Liegen praktizieren. Lege deine Hände auf deinen Bauch oder, im Sitzen auf deine Knie und beobachte, wie sich der Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.

    Atme nun ein – deine Zunge bewegt sich hoch zum Gaumen, hinter die Schneidezähne.
    Denke: „Ich bin ganz ruhig und …“

    Atme aus – die Zunge sinkt entspannt in den Unterkiefer. Denke: „…entspannt.“

    Wiederhole sie mindestens 3 Minuten, besser 5 bis 10 Minuten.

    Positiver Effekt: beruhigt das überreizte Nervensystem und fördert den gesunden Schlaf.

    Viel Freude beim Üben und Entspannen! Mehr Übungen findest du hier.

    Yve



    Foto: Andrea Piacquadio