Schlagwort: Grenzen setzen

  • „Ich bin nicht richtig“

    „Ich bin nicht richtig“

    Über alte Glaubenssätze, Grenzen und warum du genau richtig bist.

    Kennst du diese leise, aber hartnäckige innere Stimme in deinem Kopf? Dieser immer wiederkehrende Zweifel, der im Alltag flüstert: „Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.“

    Dieser Glaubenssatz ist einer der häufigsten, den ich in der Begleitung von Klientinnen gehört habe und den unfassbar viele von uns mit sich herumtragen. Er zeigt sich in unseren Beziehungen, im Job und vor allem im Umgang mit uns selbst. Aber woher kommt er eigentlich – und warum gibt es so große Unterschiede in der gesellschaftlichen Prägung zwischen Frauen und Männern?

    Die Prägung

    Dieser Glaubenssatz betrifft uns alle, egal ob Frauen, Männer oder nicht-binäre Personen. Aufgrund der gesellschaftlichen Prägung entwickeln wir jedoch ganz unterschiedliche Strategien, um mit ihm zurechtzukommen.

    • Männer werden oft von klein auf in die Rolle des „Versorgers“ und des „starken Mannes“ gedrängt, der keine Schwäche zeigen darf und seine Emotionen unterdrücken muss. Das führt im Alltag häufig zu emotionalem Rückzug oder Schweigen. Um dem inneren Druck ein Ventil zu geben, flüchten sich viele Männer dann in die Arbeit, in exzessiven Sport oder in die virtuelle Welt eines Computerspiels.
    • Bei Frauen äußert sich derselbe Glaubenssatz dagegen meist durch People Pleasing, Anpassung, Beziehungsarbeit, Harmoniesucht und das unermüdliche Bestreben, es allen recht machen zu wollen. Die damit verbundenen Schuldgefühle und Scham, nicht immer allen gerecht zu werden, belastet viele Frauen.

    Das Helfersyndrom: immer lieb, immer nett und hilfsbereit sein.

    Eine Klientin sagte mir erst letzte Woche Folgendes:
    „Wenn ich mich um alle kümmere, lieb und freundlich bin und niemandem erzähle, wie es mir wirklich geht, dann werde ich geliebt. Dann bin ich richtig … doch ich fühle mich selbst so schlecht damit.“ Ich konnte ihr nur zustimmen, denn das war auch lange Zeit meine unbewusste Überzeugung, nach der ich viele Jahre gelebt habe. Doch warum übernehmen so viele Frauen die klassische Helferrolle? Von klein auf wird Mädchen vorgelebt, dass Selbstwertgefühl über Mitgefühl, Fürsorge und Harmonie entsteht. Das ist tief in unserer Kultur verankert.

    Das ständige „Nett-Sein“ laugt jedoch nicht nur aus, sondern entfernt uns auch von unseren eigenen Bedürfnissen und Grenzen – und letztlich von uns selbst. Die Angst vor Ablehnung bringt uns Frauen – und Mädchen – dazu, daran festzuhalten, selbst wenn es uns schadet. Es ist ein Teufelskreis, den wir trotz der Angst durchbrechen dürfen, um endlich frei zu sein.

    Doch was passiert, wenn du anfängst, Grenzen zu setzen?

    Als ich vor zwei Jahren die bewusste Entscheidung traf: ‚Ich darf Nein sagen und meine Grenzen aufzeigen‘, waren die Reaktionen darauf häufig von Unverständnis geprägt.

    Es war mir schon vorher bewusst, dass sich meine Entscheidungen auf das gesamte System auswirken würden – vor allem in meinem Freundeskreis und in meiner Ursprungsfamilie. Mein Partner und meine Kinder haben mich dabei sehr unterstützt, wofür ich ihnen unglaublich dankbar bin. Denn einige Erfahrungen waren doch unerwartet schmerzhaft.

    1. Das eigene Umfeld ist mit solchen Veränderungen oft erst einmal überfordert: Menschen, die dich bisher nur als funktionierende ‚Helferfigur‘ kannten, reagieren meist irritiert, enttäuscht oder sogar wütend.
    2. Die Illusion verfliegt: Du erkennst klar, wer dich für deine Leistung, deine Hilfe und dein Funktionieren mochte – und wer dich für dein reines Sein und um deiner selbst willen liebt.

    Der Verlust

    Grenzen zu setzen ist wie ein Sieb für deine Beziehungen: Es zeigt sich ganz deutlich, welche Verbindungen auch ohne dein dauerhaftes Funktionieren Bestand haben. Das kann schmerzhaft sein, besonders wenn langjährige Freundschaften oder familiäre Bande daran zerbrechen.

    Und ja, ich höre deine innere Stimme fragen: Ist das nicht zu hart? Bin ich egoistisch?

    NEIN. Du darfst darauf vertrauen: Du bist genau richtig, wenn du endlich für dich einstehst und Grenzen ziehst. Du darfst einseitige Beziehungen mit gutem Gewissen loslassen, denn sie haben dich ohnehin nur ausgelaugt.

    Echte, tiefe und ehrliche Beziehungen wachsen daran, dass du auf dich Acht gibst. Sie lieben dich für das, was du bist – ganz ohne dass du dafür performen musst.



    Du bist bereits genau richtig

    Am Anfang mag es schwerfallen, „Nein“ zu sagen, aber du wirst schnell merken, wie befreiend es ist, klar zu kommunizieren, wenn dir etwas zu viel wird. Wenn du lieber einen Abend mit einem guten Buch und einer Wärmflasche auf der Couch verbringen möchtest, wirst du sehen, wie gut es tut, für dich selbst einzustehen.

    Und es wird immer wieder Momente geben, in denen der alte Glaubenssatz anklopft. Halte dann kurz inne und mach dir bewusst: Du musst nicht dauernd funktionieren, um wertvoll zu sein. Und du musst weder immer lieb, nett noch angepasst sein, um geliebt zu werden.

    Du verlierst vielleicht Kontakte – aber du gewinnst so viel mehr: die Verbindung zu dir selbst, deiner Intuition und deiner Seele. All die Menschen, die bleiben, bleiben deinetwegen. Weil du genau richtig bist, so wie du bist!


    Alles Liebe, Yve


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    Foto: Veronika Voinorovich

  • Mut zur Farbe, Mut zu sich selbst: Gabriele Münter

    Mut zur Farbe, Mut zu sich selbst: Gabriele Münter

    Hast du schon einmal vor einem Gemälde gestanden und gespürt, wie dich Farben, Formen oder Motive in den Bann ziehen? So, als ob sich in deinem Inneren eine lange verschlossene Tür öffnet? Genau das ist mir passiert, als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal die Werke von Gabriele Münter in einer Ausstellung im Kunstbau in München, und in ihrem Haus in Murnau gesehen habe.

    Ihr Name war mir zwar schon lange bekannt – als eine der Mitbegründerinnen des Expressionismus und die „Frau an der Seite“ von Wassily Kandinsky. Gabriele Münter war eine Pionierin. Mit ihrem einzigartigen Blick auf die Welt brachte sie ihre Vision in ausdrucksstarken Farben und Formen auf die Leinwand.


    Kurze Biografie

    Gabriele Münter (1877–1962) war eine bedeutende Künstlerin des Expressionismus. Nach einer Amerika-Reise im Jahr 1901 mit ihrer Schwester begann sie ihre künstlerische Laufbahn in München. Hier lernte sie Wassily Kandinsky kennen. Die beiden verband eine langjährige Partnerschaft sowie eine enge berufliche Zusammenarbeit.

    Zwischen 1908 und 1914 hatte Gabriele Münter in Murnau, Bayern, ihre produktivste Phase.: Sie war Mitbegründerin des berühmten „Blauen Reiter“ und prägte mit ihren klaren Formen und den kräftigen Farben den deutschen Expressionismus maßgeblich. Nach der Trennung von Kandinsky und Jahren in Skandinavien und Frankreich, kehrte sie 1930 dauerhaft in ihr Haus nach Murnau zurück, wo sie bis zu ihrem Tod mit ihrem Partner Johannes Eichner lebte und als Künstlerin arbeitete.


    Die Sprache der Farben

    Gabriele Münters Farbwahl war eine stille, künstlerische Revolution. Damals wurde von Künstlerinnen erwartet, zurückhaltend und akademisch angepasst zu malen. Sie setzte jedoch mutig auf starke, unverdünnte Farben.

    • Freie Farbwahl: Sie malte Objekte nicht in ihren „echten“ Farben, sondern wie sie sie fühlte. So malte sie einen Berg nicht in grau, wie es sonst üblich war, sondern in tiefem Blau und Violett.
    • Schwarze Konturen: Sie umrandete leuchtende Gelb-, Blau- und Rottöne mit dunklen, dominanten Linien. Erst durch diese Konturen kamen die Farben von innen heraus richtig zum Leuchten.
    • Die Seele malt mit. Ihre Werke und Farben spiegelten nicht wider, was das Auge sah, sondern was die Seele wahrnahm.

    Sie malte nicht, um zu gefallen, sondern um die Welt so zu zeigen, wie sie sie empfand.

    Gabriele Münters Botschaft an uns ist zeitlos, klar und hochaktuell:

    Nimm dir deinen Raum und vertraue deiner eigenen Stimme.



    Über viele Jahre stand Gabriele Münter im Schatten ihrer männlichen Kollegen wie Kandinsky, Marc, Klee und Macke. Sie wurde zur „Schülerin“, „Muse“ oder „Gefährtin von Kandinsky“ degradiert – während ihre männlichen Weggefährten als „Genies“ gefeiert wurden. Sie erlebte Phasen der Isolation und Ablehnung. Doch sie kämpfte für ihre Überzeugungen – als Künstlerin und als Frau. Mit ihrem außergewöhnlichen Mut versteckte sie während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Kunstwerke des „Blauen Reiter“ in ihrem Haus in Murnau und bewahrte sie so vor den Nationalsozialisten.

    Ihre Werke und ihr Mut erinnern uns daran

    1. Trau dich, ganz du selbst zu sein!
    2. Setze deine Grenzen und vertraue deiner Intuition.
    3. Erkenne deine innere Kraft und entscheide dich mutig für deinen eigenen Weg!

    Gabriele Münter zeigt uns, dass Mitgefühl und Durchsetzungsvermögen einander nicht ausschließen. Doch das setzt voraus, dass wir trotz aller Widerstände – ob von außen oder in uns selbst – mutig unseren Weg gehen. Einen Weg, der mit unserem Herzen und unserer Seele resoniert. Und wenn du dich selbst erkennst, wirst auch du die Welt in deinen ganz eigenen Farben und in deinem eigenen Leuchten erleben.


    Kleine künstlerische Übung zum Schluss:

    1. Innehalten: Wie fühlst du dich gerade? Welches Gefühl ist jetzt in diesem Moment in dir am stärksten?
    2. Farben wählen: Gib diesem Gefühl eine Farbe. Vergiss die Realität: Dein Gefühl bestimmt die Farbwahl – egal ob neongelb, tiefviolett oder feurig rot.
    3. Einfach malen: Bringe die Farben ohne „schön“ malen zu wollen aufs Papier. Es muss kein konkretes Motiv sein – nur eine Form, eine Linie, dein Gefühl, das sich ganz intuitiv zeigt.



    Viel Freude, viel Mut und alles Liebe!

    Deine Yve




    Quellen, Leseempfehlungen und Farben:

    Gabriele Münter, Malen ohne Umschweife (*Partnerlink), Prestel Verlag, 2023

    Ausstellung „Blauer Reiter, Lenbachhaus, München

    Gabriele Münter, Eine Biografie, Insel Verlag, 2017

    Artecho Acrylfarben Set bei Amazon



    Foto: Pexels

  • Sommer, Sonne… und Symptome?

    Sommer, Sonne… und Symptome?

    Heiße Sommertage mit chronischer Erkrankung.

    Das Thermometer zeigt über 30 Grad und alle zieht es gefühlt nach draußen: Badesee, Biergarten, Grillpartys, Picknick im Park. Auch auf Social Media läuft die perfekte Sommershow: lachende, makellos gebräunte Menschen, die dem Sonnenuntergang entgegenpaddeln. Es sei ihnen gegönnt. Für viele Menschen mit chronischen Erkrankungen – sei es eine Autoimmunerkrankung, ME/CFS, Long Covid, Herz-Kreislauf-Probleme oder chronische Schmerzen – kann der Sommer zu einer großen Challenge werden. Auch für die mentale Gesundheit können die heißen Tage und Wochen eine besonders kräftezehrende Zeit sein. Kennst du das auch?

    Hohe Temperaturen fordern Körper und Nervensystem enorm heraus. Selbst viele gesunde Menschen klagen über die negativen Auswirkungen der Hitze auf ihr Wohlbefinden. Chronisch Kranke sind davon jedoch doppelt so stark betroffen. Die Erweiterung der Blutgefäße lässt den Blutdruck abfallen, die chronische Erschöpfung (Fatigue) nimmt drastisch zu und die Entzündungswerte können ansteigen. „Auch die Belastung der Organe, vor allem der Nieren, erhöht sich“, sagt Professorin Dr. Dr. med. Dagmar Führer-Sakel, Vorsitzende der DGIM und Direktorin der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Essen. Zudem verschlechtert sich die Schlafqualität, was das bereits dysregulierte Nervensystem zusätzlich extrem stressen kann.


    FOMO – die Angst das Leben zu verpassen

    Kommt dir das bekannt vor? Du verbringst den Tag im abgedunkelten Zimmer mit dem Ventilator, musst Verabredungen absagen – oder wirst gar nicht mehr eingeladen, weil deine Freund:innen davon ausgehen, dass du ohnehin nicht kommen kannst. Während die Welt draußen auf Festivals, Konzerten, im Park oder im Freibad das Leben feiert, suchst du Rückzug, Kühle und Sicherheit in deinen eigenen vier Wänden.

    Trauer, Frust oder Schuldgefühle: Das Gefühl, all das zu verpassen, was dein Leben einst erfüllt hat. Diese FOMO (Fear of Missing Out) ist unter Betroffenen leider weit verbreitet. Doch du bist so viel mehr als die verpassten Events und Verabredungen. Dein Wert misst sich nicht an deiner Aktivität im Sommer.

    Wertvolle Strategien für heiße Tage

    • Akzeptiere deine Grenzen. Du kannst das Wetter nicht beeinflussen, aber du kannst beeinflussen, wie du darüber denkst. Es ist keine Schwäche, Termine abzusagen oder Aktivitäten, die dir guttun, in die kühlen Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Das ist Selbstfürsorge und Selbstliebe.
    • Hilfsmittel nutzen: Kühlpacks aus der Tiefkühltruhe, feuchte Tücher, erfrischende Kühlhandtücher, wohltuende Fußbäder, tragbare Mini-Ventilatoren für unterwegs oder wärmeableitende Bettwäsche aus Leinen sind kein unnötiger Schnickschnack, sondern wertvolle Hilfsmittel. Sie verschaffen dir echte Erleichterung und unterstützen deinen Körper.
    • Suche Schatten! Wenn du rausgehen möchtest, solltest du schattige Plätze bevorzugen. Ein kühler Ort im Schutz eines Baumes an einem Bächlein ist viel entspannender als ein überfülltes Strandbad und fördert die Gesundheit.
    • Priorisiere dein Pacing: Achte noch bewusster auf deinen Energiehaushalt und die Signale deines Körpers. Plane reichlich Pausen ein. Praktiziere sanfte Bewegung wie Yoga, Qigong oder Pilates in kurzen Sequenzen. An sehr heißen Tagen solltest du auf Übungen im Liegen oder Sitzen ausweichen. Für kurze Spaziergänge sind die Morgen- oder Abendstunden am besten geeignet.
    • Trinken: Achte auf genug Flüssigkeitszufuhr, am besten 2 bis 3 Liter Wasser. Aber auch Elektrolyte (ohne Zusatzstoffe) können deinen Kreislauf unterstützen.

    Ein schöner Sommer bedeutet nicht, die Tage an überfüllten Badeseen oder auf Grillpartys zu verbringen. Ein schöner Sommer kann bedeuten, dass du deine Grenzen erkennst und offen kommunizierst, auf dich achtest, dir etwas Besonderes wie die kühlende Bettwäsche aus Leinen gönnst, ein spannendes Buch liest, in der angenehm abgedunkelten Wohnung zu deinem Lieblingssong tanzt, einen inspirierenden Podcast hörst, ein neues kreatives Hobby findest, dich mit einer Freundin zum Morgenspaziergang im Wald triffst oder dir dein eigenes Eis zauberst und es mit der Familie auf dem Balkon genießt – eben all das, was dir wirklich guttut. In deinem Tempo – für deinen Körper, deinen Geist und deine Seele.

    Alles Liebe,

    Yve



    Foto: Pixabay

    Quellen & weiterführende Informationen:

    • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
    • Berufsverband der Frauenärztinnen und Frauenärzte e. V.
    • Portal „Klima, Mensch, Gesundheit“
    • Umweltbundesamt

  • Was genau bedeutet Selfcare, und warum ist Selbstfürsorge so wichtig für dich?

    Was genau bedeutet Selfcare, und warum ist Selbstfürsorge so wichtig für dich?

    Weil du die Einzige bist, die wirklich weiß, wie es in dir drin aussieht.

    Wahrscheinlich hast du schon viel über Selbstfürsorge gehört – ob in Magazinen, sozialen Medien, Podcasts oder Büchern. Aber was steckt wirklich hinter dem Begriff „Selfcare“? Fragst du dich manchmal, wie du Selbstfürsorge im Alltag konkret umsetzen kannst?

    Die Ursprünge der Selbstfürsorge reichen weit zurück – bis in die Antike. Schon der griechische Philosoph Sokrates betrachtete die „kluge Selbstsorge“ als wesentlichen Teil eines gesunden Lebensstils. Selbstfürsorge bedeutet, bewusst Zeit für Pausen einzuplanen, achtsam mit dir selbst umzugehen und aktiv auf deine Bedürfnisse zu achten. Wie du diese Pausen gestaltest, liegt ganz bei dir – Hauptsache, du fühlst dich wohl und kannst einfach mal durchatmen. Wichtig ist, dass Selbstfürsorge und deine täglichen Auszeiten zu DIR passen und niemals zusätzlichen Druck oder Stress erzeugen. Wenn alle Welt von Yoga schwärmt, du dich auf der Matte aber nur unwohl fühlst – dann lass es. Es gibt kein ‚Richtig‘ oder ‚Falsch‘.

    Vielleicht ist es der Spaziergang im Wald, das Kuscheln mit deinem Hund oder einfach zehn Minuten in Ruhe lesen. Schau nicht darauf, was gerade Trend ist, sondern nur darauf, was dich wirklich wohlfühlen lässt.

    Klare Grenzen schützt dich vor Überlastung und innerem Stress. Deshalb: Höre gut auf deine Bedürfnisse. Kurze Momente des Innehaltens, wie eine kleine Atemübung, eine bewusste Teepause oder Tanzen zu deiner Lieblingsmusik, tragen wesentlich dazu bei, deinen Akku wieder aufzuladen und stärken langfristig deine psychische Widerstandskraft, deine Resilienz.

    Erlaube dir selbst, regelmäßig Pausen zu machen, und vergiss nicht: Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung, um langfristig gesund zu bleiben. Selbstfürsorge bedeutet nicht nur, sich kleine bewusste Pausen zu gönnen. Auch ausreichend Schlaf, Bewegung, achtsame Körperpflege, gesunde Ernährung, soziale Kontakte und das Annehmen von Hilfe, wenn du sie brauchst – all das gehört ebenfalls dazu.

    Tauche noch tiefer ein in die Welt der Selbstfürsorge.



    Der erste Schritt: Stelle dir selbst diese Fragen:

    •  Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
    •  Bin ich verspannt?
    •  Fühle ich mich erschöpft?
    •  Atme ich tief und ruhig oder flach und schnell?
    •  Welche Signale sendet mein Körper?  Wie ist meine Körperhaltung? Aufrecht oder gebückt?
    •  Sind meine Schultern entspannt, oder ziehe ich sie bis zu den Ohren hoch?
    •  Presse ich die Zähne zusammen?
    •  Schmerzt mein Kiefergelenk, wenn ich den Mund öffne?
    •  Fühle ich mich chronisch müde?

      Hier geht’s zur Atemübung für zwischendurch.


    Ich freue mich über deinen Kommentar und deine Erfahrungen mit Selbstfürsorge im Alltag.

    Liebe Grüße,

    Yve Nicole


    Foto: www.kaboompics.com